Buderus Warmwasserspeicher | Solar- & Wasserspeicher

Buderus Warmwasserspeicher – Von der ersten Buderus Eisenhütte bis zum modernen Warmwasserspeicher war es ein weiter Weg, an dessen Anfang im Jahr 1731 die Pachtung der Friedrichshütte und der dazugehörigen Hämmer durch Johann Friedrich Buderus I stand.

Zunächst erzielte Buderus allein mit dem Abbau und der Verhüttung von Eisenerz seinen Gewinn, im Laufe der folgenden Jahrzehnten kam noch die Eisengießerei hinzu. Von den Erben als reines Familienunternehmen geführt, kamen in den folgenden 160 wurde das Unternehmen beständig um weitere Hütten, Eisenhämmer und Gießereien erweitert.

Buderus Warmwasserspeicher
Buderus Warmwasserspeicher

1883 besaß Buderus sämtliche Roheisenwerke an der Lahn, allerdings zum Preis einer hohen Verschuldung. 1884 wurde das Unternehmen daher in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, doch trotz des Verkaufs einiger Hütten und der Stilllegung unrentabler Werke fand sich zunächst kein Ausweg aus der Krise.

Auf Druck der Hausbanken wurde schließlich 1896 Eduard Kaiser zum Generaldirektor ernannt, der ab 1895 gemeinsam mit Bergwerksdirektor Ludwig Roth und Reinhard Buderus den neuen Vorstand der Aktiengesellschaft Buderus’sche Eisenwerke bildete.

Zur finanziellen Sanierung wurde das Roheisen nun im Unternehmen selbst weiterverarbeitet und ab 1901 wurden im neu errichteten Gießereibetrieb in Wetzlar gusseiserne Rohre hergestellt.

Auch die anfallenden Nebenprodukte wurden gewinnbringend verwendet, so wurde etwa aus der Schlacke des Wetzlarer Hochofenwerkes Zement hergestellt. Nach dem Tod Kaisers wurde die nunmehr gewinnbringende Aktiengesellschaft radikal umorganisiert und in die Buderus´sche Handelsgesellschaft umgewandelt.

Nachdem im zweiten Weltkrieg große Kapazitäten per staatlicher Anordnung zur Rüstungsproduktion verwendet werden mussten, wurde das Werk von der amerikanischen Besatzung 1945 komplett geschlossen.

Am 5. März 1946 nahm der erste Hochofen in Wetzlar seinen Betrieb wieder auf.

Nachdem Buderus seit 1895 bereits gusseiserne Heizkesselglieder und seit 1898 Radiatoren produzierte, wollte der Vorstand den Bereich Heizungstechnik weiter stärken und übernahm dazu die Anteilsmehrheit an der Burger Eisenwerke AG, die damals Heiz- und Kochgeräte unter dem Markennamen Juno herstellte.

1965 wurde der Bereich Heiztechnik mit der Übernahme der Firma Senkingwerk, einem anderen Erzeuger von Heizgeräten, weiter ausgebaut. In den 80er Jahren war der Konzernbereich Heizungstechnik das Flaggschiff des Konzerns und der umsatzstärkste Produktionsbereich, bis der Konzern mit der Übernahme durch die Robert Bosch GmbH 2003 schließlich aufgelöst wurde.

Aus der Buderus Heiztechnik GmbH wurde die Bosch Thermotechnik GmbH und der Name Buderus wird nur noch als Markenname fortgeführt.

Der Unterschied

Boiler oder Warmwasserspeicher? Neben modernen Heizungssystemen gehören auch Warmwasserspeicher zum Buderus Markensortiment. Umgangssprachlich als „Boiler“ bezeichnet, handelt es sich beim Warmwasserspeicher jedoch um ein völlig anderes Gerät.

Ein Boiler ist nur zur kurzfristigen Wassererwärmung gedacht, verfügt über keine oder nur geringe thermische Isolierung und versorgt gewöhnlich nur eine Entnahmestelle. Das Wasser wird über eine Versorgungsleitung zugeführt, mittels Gasbrenner oder mit Strom erhitzt und dann sofort verbraucht.

Eine Speicherung des erwärmten Wassers für eine spätere Verwendung ist nicht möglich.

Wie funktioniert ein Warmwasserspeicher?

Ein Wasserspeicher ist, wie der Name schon sagt, ganz auf die spätere Verwendung einmal erwärmten Wassers ausgerichtet. Dank einer Thermoisolierung wird erwärmtes Wasser für Stunden oder Tage bei gleichbleibender Temperatur gespeichert. Für die Erwärmung des Wassers sorgt dabei ein sogenannter Wärmetauscher.

Der Wärmetauscher ist ein spiralförmig gebogenes Glas- oder Metallrohr, das im Warmwasserspeicher angebracht und am anderen Ende mit dem Heizkessel, einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe verbunden ist.

Heißes Heizungswasser strömt durch das Rohr und gibt seine Wärme an das im Warmwassertank befindliche, kalte Trink- oder Brauchwasser ab. Das Speicherwasser erwärmt sich dabei, gleichzeitig kühlt das Heizungswasser ab, es kommt also zum Wärmetausch.

Das Speicherwasser wird so lange erhitzt, bis es die vorgegebene Temperatur erreicht hat und wird bis zur späteren Entnahme gespeichert.
Warmwasser wird über eine Leitung im oberen Bereich des Warmwasserspeichers entnommen.

Bei jeder Entnahme wird der Speicher über eine Versorgungsleitung im unteren Bereich mit frischem, kalten Wasser aufgefüllt, das dann wieder erwärmt wird.

Effiziente Systeme

Ist nur ein einzelner Wärmetauscher verbaut, spricht man von einem monovalenten System. Der Wärmetauscher wird meist über die Heizanlage betrieben, die wiederum mit Öl, Gas, Strom oder Holz befeuert wird. Er kann aber auch über eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage betrieben werden.

Im bivalenten System befindet sich im unteren Bereich des Speichers ein Wärmetauscher, der mit einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage gekoppelt ist. Reicht die Sonnenenergie oder Erdwärme nicht aus, das Wasser ausreichend zu erhitzen, wird ein zweiter Wärmetauscher im oberen Bereich des Speichers zugeschaltet, der an einen Heizkessel gekoppelt ist.

Auf diese Weise wird das Wasser weitgehend mit kostengünstiger und umweltfreundlicher, erneuerbarer Energie erwärmt und nur wenn diese nicht ausreicht, wird mit konventionell erzeugter Energie gearbeitet. Das ist nicht nur umweltschonend, sondern minimiert auch die Betriebskosten für die Warmwasserbereitung.

Welche Arten gibt es?

Je nach Montageausrichtung und Funktionsweise unterscheidet man zwischen:

  • Stand-Warmwasserspeichern
  • Unterstell-Warmwasserspeichern
  • Solar-Warmwasserspeichern

Das Fassungsvermögen des Warmwasserspeichers richtet sich dagegen nach der Haushaltsgröße und dem individuellen Entnahmeverhalten. Als Faustregel gilt: 30 Liter Speichervolumen pro Person im Haushalt!

Was macht einen modernen Buderus Warmwasserspeicher aus?

Buderus Warmwasserspeicher der neuesten Bauart sind meist nicht mehr isoliert verbaut, sondern entweder in ein Zwei-Speicher-System mit einem separaten Pufferspeicher integriert oder als energieeffizienter Kombispeicher konzipiert.

Buderus Wasser Wärmepumpe
Buderus Wasser Wärmepumpe

Ein Pufferspeicher speichert überschüssige Solar- oder Heizungswärme und gibt sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab, entweder als Heizenergie oder zur Warmwasserbereitung. Zentrales Element ist dabei die Heizkreispumpe, die im Pufferspeicher gespeichertes, heißes Heizungswasser in das Heizungssystem und in den Wärmetauscher des Warmwasserspeichers pumpt.

Noch effizienter arbeiten die modernen Kombispeicher: Während in der äußeren Kammer des Pufferspeichers das erhitzte Heizungswasser gespeichert wird, befindet sich in einer zweiten Kammer im Inneren des Pufferspeichers (Tank-im-Tank-Bauweise) ein Warmwasserspeicher. Das Heizungswasser wird über eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe erhitzt und erwärmt wiederum das Trink- oder Brauchwasser im Warmwasserspeicher.

Kombispeicher sind nicht nur energieeffizient und kostensparend, sondern benötigen auch weniger Platz, da nur ein einziges Gerät installiert werden muss. Die hervorragende thermische Isolierung der Warmwasserspeicher aus Polyurethan wirkt sich ebenfalls auf die Energieeffizienz aus, da der Wärmeverlust minimiert wird.

Um übermäßige Verkalkung zu verhindern und als zweite thermische Komponente verfügen die Wasserspeicher neuester Generation zudem über eine thermische DUOCLEAN Beschichtung auf dem Wärmetauscher. Eine Magnesiumanode als Opferanode reduziert die Kalkbildung auf ein Minimum.

Trotzdem sollte auch ein moderner Warmwassertank regelmäßig auf Verkalkung und Keimbildung getestet werden und die Magnesiumanode, die sich beim Betrieb aufbraucht, muss regelmäßig alle paar Jahre erneuert werden.

Modelle im Überblick:

Buderus Logalux SU 160

Mit dem Buderus Logalux SU – 160 W Brauchwasserspeicher steht ein moderner Stand-Warmwasserspeicher mit rund 160 Litern Fassungsvermögen zur Verfügung. Der Logalux SU160 ist mit FCKW-freiem Polyurethan-Hartschaum thermisch isoliert.

Der eingeschweißte Glattrohrwärmetauscher ist so angeordnet, dass eine gleichmäßige Temperaturschichtung ohne Kaltzonen gewährleistet ist.

  • universell einsetzbarer Speicher zur Stehend-Montage
  • Korrosionsschutz nach DIN4753-3
  • thermische Innenglasur DUOCLEAN plus
  • Magnesiumanode gegen Kalkablagerungen
  • eingeschweißter Glattrohrwärmetauscher
  • thermische Isolierung aus Polyurethan-Hartschaum, direkt am Speicherbehälter aufgeschäumt
  • Wärmeschutzelemente aus Schaumstoff für die Magnesiumanode und die Reinigungsöffnung minimieren den Wärmeverlust
  • große Reinigungsöffnung oben
  • Speicherfühler und Tauchfühler zur Temperaturmessung und -regelung
  • Weiße, blaue oder silberne Stahlblechverkleidung

Der Logalux SU160 ist für Trinkwasser geeignet und kann an einen konventionellen Heizkessel oder an eine Solaranlage oder Wärmepumpe angeschlossen werden.

Buderus TWL 200
Buderus TWL 200

Solarspeicher TWL 200

Der Solarspeicher TWL 200 ist nach DIN 4753 und Euronorm EN 12897 gefertigt und entspricht somit den neuesten Maßstäben. Dieser Warmwasserspeicher arbeitet im bivalenten Betriebssystem und ist im Gegensatz zum SU160 mit zwei Wärmetauschern ausgestattet.

Zusätzlich kann über eine Flanschplatte ein elektrischer Heizstab zur Temperaturunterstützung installiert werden. Die Flanschplatte und der Heizstab sind optional, die Magnesiumanode zum Kalkschutz und ein Thermometer zur Temperaturregulierung sind im Lieferumfang inbegriffen.

  • Solarspeicher für Brauchwasser
  • maximale Betriebstemperatur im Warmwasserspeicher 95°C
  • hergestellt aus grundiertem Qualitätsstahl
  • zweifach emailliert zur besseren thermischen Isolierung
  • Magnesiumanode zum Schutz vor Verkalkung
  • Außenverkleidung ab Werk silbern, in grün, weiß und blau auf Anfrage erhältlich
  • zwei fest verschweißte Glattrohrwärmetauscher mit großflächig dimensionierter Tauscherfläche
  • Speicherbehälter mit 50mm PU-Hartschaum wärmeisoliert

Die doppelt emaillierten TWL Solarspeicher sind ideal geeignet für die Brauchwassererwärmung in Heizungsanlagen mit Heizkessel-, Fernwärme- oder Brennwerttechnik in Verbindung mit einer Solaranlage.

Buderus TWL 150

Rund 200 Liter Brauchwasser oder Trinkwasser fasst der als Standspeicher ausgerichtete Buderus Warmwasserspeicher TWL 150. Der Warmwasserspeicher arbeitet nach dem monovalenten Betriebssystem und ist mit einem Wärmetauscher aus beschichtetem Glattrohr ausgestattet.

Zum Schutz vor Kalkablagerungen und Keimen ist die Innenseite des Speichers emailliert.

Der Speicher kann in alle bestehenden Heizungssysteme mit Heizkessel-, Fernwärme-, Brennwert- oder Solartechnologie integriert werden.

  • Behälter und Glattrohr-Wärmetauscher aus hochwertigem Qualitätsstahl S235JRG2
  • gefertigt nach DIN 4753 und Euronorm EN 12897
  • Glattrohrwärmetauscher mit Speicher fest verschweißt
  • direkt auf den Speicherbehälter fest aufgeschäumte Thermobeschichtung aus FCKW-freiem PU-Hartschaum, 50 mm dick
  • zweifache Emaillierung innen
  • Serienmäßig mit Magnesiumanode und Thermometer ausgerüstet
  • Fremdstromanode auf Wunsch nachrüstbar
  • optionale Flanschplatte
  • Elektro-Heizstab als Zubehör auf Nachfrage nachrüstbar
  • maximale Betriebstemperatur im Speicher 95°C

Fazit

Mit der Marke Buderus steht dem Nutzer ein Wasserspeicher der neuesten Generation zur Verfügung. Energieeffizient, neueste Technik und Integrierbarkeit in alle bestehenden Buderus Heizungssysteme zeichnen die modernen Warmwasserspeicher aus.