Warmwasserspeicher Test – Wasserspeicher & Gastherme

Testkriterien für Warmwasserspeicher im Warmwasserspeicher Test – Jeder Bundesbürger benötigt pro Tag etwa 30-50 Liter warmes Wasser etwa zum Duschen, Baden oder zum Geschirrspülen.

Immer dann, wenn keine zentrale Warmwasserversorgung durch eine Anbindung an die Heizungsanlage möglich ist, kommen sogenannte direkt beheizte Wassererwärmer zur Anwendung, um das benötigte warme Wasser zur Verfügung zu stellen.

Warmwasserspeicher Test & Kriterien
5 Liter Wasserspeicher

Hierbei unterscheidet man im Wesentlichen zwischen Warmwasserspeicher bzw. Boiler oder Durchlauferhitzer. Kleinstgeräte bis 5 Liter Fassungsvermögen, mit denen sich Warmwasser für die Küche bereiten lässt, zahlen nicht zu den Warmwasser-speichern.

Beim Warmwasserspeicher Test wird weiterhin in offene (drucklose) Warmwasserspeicher und geschlossene (druckfeste) Warmwasserspeicher
unterschieden.

Diese fallen zudem in eine unterschiedliche Testkategorie. Weiterhin unterscheiden sich Warmwasserspeicher in solche bei denen das Wasser mit elektrischem Strom oder mit einem Gasbrenner erwärmt wird.

Zudem gibt es noch Unterschiede hinsichtlich der Bauformen und Installation. Beispielsweise kleinere Geräte bis 25 Liter, die als Untertischboiler unterhalb der Spüle oder des Waschbeckens an der Wand angebracht werden können oder größere Geräte, mit über 50 bis 250 Liter Fassungsvermögen und mehr, die an der Wand, auf dem Boden stehend oder als Liegespeicher montiert werden können.

Warmwasserspeicher Test – Kriterien

Das wichtigste Vergleichskriterium bei Warmwasserspeichern ist neben dem erforderlichen Volumen, abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen der Energieverbrauch, der zur Wassererwärmung benötigt wird.

Energiebedarf und Effizienz

Hinsichtlich des Energiebedarfs erweisen sich Speicher mit einem Gasbrenner als von vornherein kostengünstiger.

Zwar weisen diese höhere Anschaffungskosten auf, aber die monatlichen Gas-Verbrauchs-kosten sind erheblich niedriger als die Kosten des Stromverbrauchs bei elektrischen Warmwasserspeichern. Wer jedoch über keinen Gasanschluss verfügt, muss zum Elektroboiler greifen.

Einige Geräte lassen sich zudem an eine vorhandene Solarthermie-Anlage anschließen, bei der dann vorerwärmtes Wasser genutzt werden kann, wodurch im Boiler weniger Energieverbrauch entsteht.

Geschlossene druckfeste oder offene drucklose Geräte

Wichtig zu wissen ist auch, dass größere Warmwasserspeicher, meist ab 50 oder 80 Liter fast immer geschlossene (druckfeste) Warmwasserspeicher sind. Diese können in der Regel nicht selbst, sondern nur von einem Fachmann an das Stromnetz oder an den Gasanschluss angeschlossen werden.

50 Liter Warmwasserspeicher
50 Liter Warmwasserspeicher

Außerdem müssen diese Boiler über eine sogenannte Sicherheitsgruppe verfügen, die vereinfacht gesagt verhindern soll, dass das Gerät durch zu großem Druck im Inneren platzt oder heißes Wasser plötzlich aus den Leitungen schießt.

Kleinere elektrische Geräte bis zu 50 Litern sind in der Regel offene und drucklose bzw. Niederdruckgeräte.

Diese können meist problemlos selbst montiert und steckerfertig an das Stromnetz angeschlossen werden.

In diesen wird die Wassererwärmung normalerweise bei 43 Grad Celsius („Verbrühungsschutz“) bzw. maximal 60 Grad Celsius begrenzt, gerade ausreichend, zum Abtöten von Keimen, aber immer noch genügend wenig Druck im inneren des Kessels.

Volumen

Beim Tankvolumen eines Wasserspeichers spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Wenn dieser zum Beispiel nur dazu dienen soll in der Küche warmes Wasser vorrätig zu haben, um Geschirr zu spülen, oder sich in einem Büro die Hände zu waschen, greift man am besten zu einem kleinen Modell bis 20 Liter Tankvolumen. Hierbei handelt es sich dann zudem meist um Niederdruck-Warmwasserspeicher.

Für den Einsatz im Haushalt ist entscheidend, wie viele Personen in der Wohnung leben. Ausgehend vom täglichen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 30 bis 50 Liter warmen Wasser reicht für ein Zwei-Personen-Haushalt ein Volumen von 120 Liter. Bei einem Vier-Personen-Haushalt sollte eine Tankgröße von mindestens 200 Liter gewählt werden.

Haltbarkeit und Herstellungsqualität

Es gibt hierzulande bereits mehrere Dutzend Anbieter auf dem Markt.

Bei der Anschaffung eines Warmwasserspeichers sollte, darauf geachtet werden, dass diese eine gute Verarbeitungsqualität aufweisen. So ist es wichtig, dass beim Tank hochwertige Materialien verbaut wurden, die auch eine gute Isolierung aufweisen und wenn notwendig eine Sicherungsgruppe bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Generell aber kann man sagen, dass Warmwasserspeicher sehr wartungsarm sind und zumeist eine lange Lebensdauer aufweisen. Druckfeste geschlossene Systeme sowie Gasbrenner sollten einmal im Jahr auf ihre Funktion überprüft werden.

Kleine offene Systeme arbeiten, wenn richtig angeschlossen über viele Jahre zuverlässig. Die Geräte kommen zumeist auch mit besonders hartem Wasser gut zurecht.

Installation

Hinsichtlich der Installation sollten Verbraucher darauf achten, dass bei geschlossenen, Druckfesten Geräten ab einer Größe von etwa 80 Liter im Regelfall ein Fachmann für den Stromanschluss hinzugezogen werden muss.

Da es sich bei dieser Größenordnung meist um nicht steckerfertige Warmwasserspeicher handelt, müssen die Geräte an das Stromnetz angeschlossen werden. Hierfür ist ein einer Stromkreis und eine Sicherung vorgeschrieben.

Zudem muss dann auch eine Sicherungsgruppe am Gerät angebracht werden. Auch Gasboiler sollten grundsätzlich nur vom Fachmann an den Gasanschluss angebracht werden.

Intelligente Steuerungselektronik

Es gibt bei Warmwasserspeichern einfache Geräte, die sich mit einem Drehschalter auf verschiedene Temperaturstufen einstellen lassen und Geräte mit einer ausgeklügelten Steuerungselektronik.

Letztere verfügen meist auch über eine LED Anzeige, an der sich die Soll in Ist-Temperatur ablesen und regulieren lässt. Zudem kann oft auch der Wasser- und Energieverbrauch kontrolliert werden.

Hochwertige Warmwasserspeicher können die Temperatur von selbst regulieren. Dabei wird der Wasserinhalt zu den Zeiten an denen viel Wasser verbraucht wird, auf einer konstanten Temperatur gehalten.

Man denke hier an die morgendliche und abendliche Duschzeit. Die Geräte haben hierzu eine Nachheizfunktion, bei der nur so viel Energie verbraucht wird wie notwendig und sind zudem auch programmierbar. Oft sind bereits verschiedene Programme seitens der Hersteller integriert.

Zu beachten ist zum Beispiel, dass Warmwasserspeicher aus Hygiene-Gründen von Zeit zu Zeit auf Volllast gefahren werden sollen, um die Keimbildung im Inneren zu reduzieren.

Möglichkeiten der Anbindung an Hausautomation

Es bestehen mehrere Möglichkeiten den Warmwasserspeicher an die Hausautomation einzubinden. Die eine ist über das über eine App bestimmte Zeiten für die Wassererwärmung eingestellt werden können und die andere, dass durch die Anbindung an die Solarspeicher– oder thermie-Anlage oder Wärmepumpe vorerwärmtes Wasser in den Speicher eingeleitet wird.

AEG Untertischspeicher
AEG Untertischspeicher

Bei speziellen Speichern findet sich auch eine integrierte zusätzliche Heizspirale innerhalb des Tanks der mit durch Solarenergie erzeugtem Strom erwärmt wird. Wenn die Sonne scheint kann dann durch eine spezielle Steuerung überschüssiger Solarstrom zur Erwärmung des Wassers eingesetzt werden.

Unterschied zum Durchlauferhitzer

Warmwasserspeicher mit einer direkten Beheizung, also im Wesentlichen Warmwasserboiler können das Wasser erwärmen und für eine gewisse Zeit speichern.

Bei einer entsprechenden Steuerung zum Nachheizen, zum Beispiel zu bestimmten Uhrzeiten, wenn viel warmes Wasser benötigt wird, lässt sich die die Energie, um das warme Wasser auf einer konstanten Temperatur zu halten auf ein Minimum reduzieren.

Durchlauferhitzer dagegen erwärmen das Wasser wenn es am Zapfhahn angefordert wird im Durchflussprinzip. Sie verfügen über keinen Speicher. Aus diesem Grunde erweisen sich Warmwasserspeicher als erheblich energieeffizienter als Durchlauferhitzer.

Vorteile von Warmwasserspeichern

Warmwasserspeicher bieten eine ganze Reihe an Vorteilen. Sie können warmes Wasser, unabhängig vom bestehenden Heizsystem, zur Verfügung stellen.

Das ist vor allem dann relevant, wenn keine zentrale Warmwasserversorgung durch eine Heizungsanlage vorhanden ist. Bei einer ausreichenden Größe können sie zudem mehrere Zapfstellen, wie in Küche und Bad bedienen.

Durch die Möglichkeit warmes Wasser eine Zeitlang im Wassertank zu speichern, besteht im Gegensatz zu Durchlauferhitzern die Möglichkeit, auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Laufe eines Tages warmes Wasser zu entnehmen. Gute Warmwasserspeicher verfügen daher über eine Nachheizfunktion, um die Wassertemperatur im Tank konstant zu halten.

Vorteile zusammengefasst

  • Bereitstellen von Warmwasser unabhängig von der Heizungsart
  • Speicherung von Warmwasser für die Verwendung zu einem späteren
    Zeitpunkt
  • Versorgung mehrerer Zapfstellen
  • höhere Energieeffizienz als Durchlauferhitzer
  • oft auch Anschluss an die Solar Anlage möglich